Archive for the ‘RFID’ Category

Glasklar mit Laser

Donnerstag, Dezember 11th, 2008

Bei der Deutschen Bahn wurde festgestellt, dass in den Bahnhöfen die Anzeigetafeln teilweise durch zu starke Reflexionen schlecht zu lesen waren. Also wurden alle Scheiben gegen das Conturan-Glas von Schott in Grünenplan ausgetauscht.

Normalerweise wirft eine Glasscheibe 8% Licht zurück. Durch spezielle Beschichtungstechniken kann Schott die Reflexion auf unter 1 % reduzieren, sodass die Glasscheibe nahezu unsichtbar wird. Dieser sehr komplexe und aufwendige Beschichtungsvorgang bedarf genauester Kontrollen. Deshalb ist an den Transportwagen, an denen die bis zu 1.900 x 3.800 mm großen Scheiben aufgehängt sind, ein RFID-Transponder angebracht. Darin wird eine Scheibennummer abgespeichert sowie die technischen Daten aller durchlaufenden Stationen.

Sobald die Glasscheibe herannaht, überträgt der Transporter die individuellen Informationen an einen Laser, der die Scheibennummer sowie eine Fertigungsauftragsnummer auf die Glasscheibe aufbringt. Dadurch ist gewährleistet, dass von jeder Glasscheibe zu einem späteren Zeitpunkt exakt nachvollzogen werden kann, wann die Scheibe welchen Produktionsschritt mit welchen Parametern durchlaufen hat. Bei Schott setzt man für diese Zwecke auf den 30 Watt-Laser e-SolarMark.

Die e-SolarMark-Laser sind universell einsetzbar. Sie zeichnen sich durch einfaches Handling, extrem kompakte Bauweise und hohe Bedienungssicherheit aus. Wartungsarbeiten beschränken sich auf das Reinigen des Systems. Verbrauchsmaterialien wie Tinte oder Lösungsmittel werden nicht benötigt. Bei Schott werden die Scheiben per e-SolarMark im Durchlauf codiert. Pro Tag sind das bis zu 1.000 Glasscheiben. Eine Aufgabe, die der e-SolarMark von der Geschwindigkeit her problemlos
bewältigt. Denn er ist in der Lage, 1.000 Zeichen pro Sekunde bzw. bis zu 33.000 Produkte pro Stunde zu lasern.

In einem Markierfeld zwischen 50 x 50 mm bis hin zu 200 x 200 mm kann der e-SolarMark Buchstaben, Zahlen, Sonderzeichen, Logos, Barcodes und einen zweidimensionalen Code schreiben. Je nach Version kann er mit Luft- oder Wasserkühlung betrieben werden. Die Laserröhre hat eine Lebenserwartung von 30.000 Stunden.

Früher haben wir die Scheibennummer mit einem Wachsstift auf die Scheibe aufgetragen. Nachdem die Scheibe alle Tauchbäder und Einbrennschritte durchlaufen hatte, war die Kennzeichnung jedoch nicht mehr zuverlässig lesbar. Seitdem wir den e-SolarMark-Laser im Einsatz haben, können wir sicherstellen, dass die Kennzeichnung ein ganzes „Scheibenleben lang“ sichtbar bleibt.

André Wiermann, Leiter der Beschichtungstechnik bei Schott Grünenplan

RFID auf dem Vormarsch

Mittwoch, Dezember 10th, 2008

Das Thema RFID wird in allen Branchen, auch in der Getränkeindustrie, intensiv diskutiert. Dabei spielen zunächst die Forderungen der Handelsunternehmen hier eine große Rolle. Aber in der Technik stecken auch ohne diesen äußeren Antrieb sehr viele Möglichkeiten, die nach Abwägung zu einem Einsatz führen können. So kann es für einen Hersteller durchaus sinnvoll sein, Produktionslinien nachträglich RFID-fähig zu machen. Es gibt bereits Geräte, mit denen das machbar ist, wie beispielsweise den „Alpha RFID“.

Zu den größeren Herausforderungen bei der Entwicklung von RFID-Lösungen gehören Flüssigkeiten und Metall. Wenn der Transponder direkt auf solche Oberflächen aufgebracht ist, dann werden die RFID-Funkwellen  absorbiert oder reflektiert und die Funktion ist nicht mehr im gewünschten Umfang gegeben.

Doch auch hier gibt es Lösungen. Um die Leseraten zu erhöhen, hat Bluhm Systeme z. B. den speziellen Flagtag-Applikator entwickelt, der die Etiketten vor dem Spenden faltet und so für einen größeren Abstand zwischen dem Transponderteil des Etiketts und dem Produkt sorgt.