Archive for Dezember, 2008

RFID auf dem Vormarsch

Mittwoch, Dezember 10th, 2008

Das Thema RFID wird in allen Branchen, auch in der Getränkeindustrie, intensiv diskutiert. Dabei spielen zunächst die Forderungen der Handelsunternehmen hier eine große Rolle. Aber in der Technik stecken auch ohne diesen äußeren Antrieb sehr viele Möglichkeiten, die nach Abwägung zu einem Einsatz führen können. So kann es für einen Hersteller durchaus sinnvoll sein, Produktionslinien nachträglich RFID-fähig zu machen. Es gibt bereits Geräte, mit denen das machbar ist, wie beispielsweise den „Alpha RFID“.

Zu den größeren Herausforderungen bei der Entwicklung von RFID-Lösungen gehören Flüssigkeiten und Metall. Wenn der Transponder direkt auf solche Oberflächen aufgebracht ist, dann werden die RFID-Funkwellen  absorbiert oder reflektiert und die Funktion ist nicht mehr im gewünschten Umfang gegeben.

Doch auch hier gibt es Lösungen. Um die Leseraten zu erhöhen, hat Bluhm Systeme z. B. den speziellen Flagtag-Applikator entwickelt, der die Etiketten vor dem Spenden faltet und so für einen größeren Abstand zwischen dem Transponderteil des Etiketts und dem Produkt sorgt.

Flexibilität bei der Etikettierung dank Baukastenprinzip

Montag, Dezember 8th, 2008

Der zielgerichtete Einsatz von Etiketten ist eine kostengünstige Maßnahme, um Warenströme zu steuern und Betriebsabläufe zu optimieren. Für die unterschiedlichen Beschriftungsanforderungen und Umfeldbedingungen, die an das jeweilige Etikett gestellt werden, stehen verschiedene Papier- und Folienqualitäten (z. B.  PE, PET und PP) sowie diverse Kleber zur Auswahl. Ebenso individuell kombinierbar sind auch die Etikettenspender und Etikettendruckspende-Systeme.

Etikettenspender verwenden vorgedruckte Etiketten und werden z. B. für Rundum-, Deckel-, Boden- oder Seitenetikettierungen eingesetzt. Je nach Etikettenspendesystem können die Etiketten im Durchlauf oder im Start/Stopp- bzw. getakteten Betrieb appliziert werden. In speziellen Anwendungen sind sogar Geschwindigkeiten bis zu 120.000 Etiketten pro Stunde möglich.

Etikettendruckspender kommen in der Getränkeindustrie für die Paletten-, KEG-, Sixpack- oder Gebindeetikettierung zum Einsatz. Mit ihnen lassen sich vollautomatisch Etiketten in hoher Qualität variabel bedrucken und bis zu 240 Etiketten pro Minute positionsgenau aufbringen.

Bei der Radeberger Exportbierbrauerei beispielsweise trägt jedes Bierfass ein Etikett im Kragen mit Angaben über Abfülltag und Monat, Schichtnummer der Abfüllung, Uhrzeit und Losgröße. Die Etiketten werden mit einem Druckspender LA 5100 von Bluhm Systeme bedruckt und berührungslos auf das Fass aufgeblasen. Das Etikettenmaterial hat einen wasserlöslichen Kleber, sodass es nach Rücklauf des Fasses wieder einfach abgewaschen werden kann.

Solaris CFL für Sleeves und OPP-Folien

Freitag, Dezember 5th, 2008

Der neue Solaris CFL arbeitet mit der Faserlaser-Technologie. Damit lassen sich auch extrem dünne Kunststofffolien direkt beschriften, wie sie beispielsweise zur Verpackung von Schokoriegeln in der Süßwarenindustrie oder als Sleeve-Etikett in der Getränkeindustrie eingesetzt werden – bisher für die Laser-Technik nicht zu lösen.

Mit elektronischen Folien-Direktdruckern, die auch nachträglich in die Verpackungsmaschine eingebaut werden können, lassen sich Verpackungsfolien direkt beschriften. Beim verwendeten Thermotransfer¬Druckverfahren werden z. B. PP- und PE-Folien, beschichtetes und unbeschichtetes Papier oder Karton, Aluminiumfolie etc. mit einem sauberen und exakten Schriftbild bedruckt.

Direktbeschriftung mit Inkjet, Laser und Thermotransfer-Direktdrucker

Mittwoch, Dezember 3rd, 2008

Chargen-Codierungen sind bereits heute auf fast allen Produkten zu finden. Sekundengenau sind Ort und Zeit der Produktion verschlüsselt. Mit RFID und dem im Chip gespeicherten EPC (Electronic Product Code) wird zukünftig auch jede einzelne Getränkeflasche tatsächlich ihre Seriennummer bekommen.

Für die Realisierung der vielseitigen Kennzeichnungsanforderungen stehen eine Vielzahl von Technologien zur Verfügung: von der Inkjet- über die Lasercodierung bis hin zur Etikettierung. In der Getränkeindustrie werden häufig Continuous Inkjetdrucker dazu verwendet, um auf Flaschen oder Dosen das MHD oder die Loskennzeichnung berührungslos aufzubringen. Druckgeschwindigkeiten von bis zu 6 m pro Sekunde bei einer Schriftgröße von ca. 2 mm sind auch auf nicht saugfähigen Oberflächen kein Problem.

Für die Tintenstrahl-Beschriftung von Verpackungen mit saugfähigen Oberflächen kommen die Piezo- und die Thermische-Inkjet-Technologie mit dem bewährten HP-Kartuschensystem zum Einsatz. Mit Codierhöhen bis zu 100 mm sind sie unter anderem für die gleichbleibend gut lesbare Beschriftung von Kartons oder Trays geeignet. Beide Technologien lassen sich aufgrund ihrer Größe in bestehende Produktionen integrieren und zeichnen sich durch saubere und einfache Anwendung aus.

Die Laser-Technik wird oft in der Getränkebranche angewendet, um direkt auf die Abfüllverpackung Informationen aufzubringen. Sie ist geeignet, Materialien wie Glas, Papier, Kunststoff, Holz, Metall etc. dauerhaft zu beschriften. Flexibel werden damit Produkte und Verpackungen im Stillstand oder in der Bewegung gekennzeichnet, auch bei sehr hohen Geschwindigkeiten. Es fallen keinerlei Kosten für Verbrauchsmaterialien an.

Ein Beispiel aus der Praxis: Bei der König-Brauerei findet sich auf jeder Flasche, die das Werk verlässt, ein Etikett mit Mindesthaltbarkeitsdatum, der Uhrzeit und einem Code, der die Produktionsanlage exakt identifiziert. Ein Solaris-CO2-Laser von Bluhm Systeme beschriftet das Etikett, bevor es auf die Flasche aufgeklebt wird. Mit CO2-Lasern kann auch direkt auf Glas gedruckt werden.

YAG-Laser gravieren oder verändern die Eigenschaften der Oberfläche, sodass sie z. B. auch für Metall geeignet sind.

Kennzeichnung von Chemikalien

Mittwoch, Dezember 3rd, 2008

Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) haben die Einführung internationaler Vorschriften für die Kennzeichnung von Chemikalien gebilligt.

Die Europäische Kommission begrüßte am Montag in Brüssel diesen Schritt zur Anpassung der EU-Rechtsvorschriften an das weltweit harmonisierte GHS-System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien. Dieses neue System stellt sicher, dass dieselben Gefahren überall auf der Welt auf dieselbe Weise gekennzeichnet werden. Dadurch sollen der Handel erleichtert und der Gefahrenschutz erhöht werden.

via EIZ